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Verspätete Verdachtsmeldungen werden teuer

Die BaFin hat am 8. Oktober 2026 gegen die abcfinance GmbH Bußgelder von 90.000 Euro festgesetzt. Der Grund: Das Institut hatte im April 2025 mehrere Verdachtsmeldungen verspätet abgegeben. Der Bußgeldbescheid ist rechtskräftig. BaFin 

Was verlangt das Gesetz? 

Verpflichtete müssen der FIU eine Meldung erstatten, sobald Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine Transaktion oder ein Geschäftsvorfall mit Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung zusammenhängen könnte. Entscheidend ist das Wort unverzüglich. Nur so kann die FIU zeitnah prüfen und bei Bedarf Strafverfolgungsbehörden einschalten. Wer zu lange zögert, verstößt gegen das Gesetz, auch wenn die Meldung am Ende inhaltlich korrekt ist. 

Typische Schwachstellen 

  • Unklare Zuständigkeiten: Niemand weiß, wer einen Verdacht entscheidet und meldet. 
  • Lange interne Abstimmungswege, die die Meldung verzögern. 
  • Fehlende Dokumentation, wann ein Verdacht entstanden ist. 
  • Mitarbeitende, die Verdachtsmomente nicht erkennen oder nicht weitergeben. 

Was Sie jetzt tun können 

  1. Legen Sie einen klaren internen Meldeweg mit Vertretungsregelung fest. 
  1. Halten Sie den Zeitpunkt der Verdachtsentstehung und die Entscheidung nachvollziehbar fest. 
  1. Schulen Sie Mitarbeitende regelmäßig an realistischen Fallbeispielen. 
  1. Prüfen Sie den Ablauf mit Stichproben oder einem Audit. 

Fazit 

Das Bußgeld zeigt, dass die Aufsicht Meldefristen konsequent verfolgt, und nicht nur bei Großbanken. Ein externer Geldwäschebeauftragter unterstützt Sie dabei, Meldewege und Dokumentation so aufzustellen, dass Verdachtsfälle rechtzeitig und sauber bearbeitet werden. 

Aufsicht, Bußgeld, Geldwäsche, Geldwäschebekämpfung, Verdachtsmeldung