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Geldwäschebeauftragter

Aufgaben als Geldwäschebeauftragter

Rechtsanwalt Boltze und sein Team stehen Ihnen als externer Geldwäschebeauftragter beratend zur Seite.
RA Boltze ist zertifizierter Geldwäschebeauftragter (TÜV).

Der Geldwäschebeauftragte ist für die Umsetzung der Vorschriften zur Geldwäscheprävention verantwortlich. Er ist Teil der sog. “internen Sicherungsmaßnahmen” nach § 6 Abs. 2 Ziff. 2 GwG i.V.m. § 7 GwG. Der Geldwäschebeauftragte ist der Geschäftsleitung unmittelbar nachgeordnet. Ihm ist ungehinderter Zugang zu sämtlichen Intormationen, Daten, Aufzeichnungen und Systemen zu gewähren, die er benötigt, um seine Aufgabe zu erfüllen.

Die Aufgaben als Geldwäschebeauftragter können auf externe Dritte, also Personen, die nicht im Unternehmen tätig sind, übertragen werden. Hierfür ist die vorherige Zustimmung der zuständigen Behörde einzuholen. Die Zustimmung darf nur erteilt werden, wenn der Dritte die Gewähr dafür bietet, dass die Aufgaben als Geldwäschebeauftragter ordnungsgemäß durchgeführt und die Steuerungsmöglichkeiten der Verpflichteten und die Kontrollmöglichkeiten der nach § 6 Abs. 7 GwG zuständigen Behörde nicht beeinträchtigt werden. Die Verantwortung für die Erfüllung der Sorgfaltspflichten verbleibt bei dem Verpflichteten. Dabei hat der Verpflichtete sich vor Beginn der Zusammenarbeit von der Zuverlässigkeit des Dritten und während der Zusammenarbeit durch Stichproben über die Angemessenheit und Ordnungsmäßigkeit der von dem Dritten getroffenen Maßnahmen zu überzeugen. Die Maßnahmen des Dritten als (externer) Geldwäschebeauftragter werden dem Verpflichteten als eigene zugerechnet.

Da Rechtsanwälte die erforderliche Gewähr bieten, können diese ohne Zustimmung der zuständigen Behörde als externer Geldwäschebeauftragter tätig sein.

Unsere Leistungen als Geldwäschebeauftragter

  • Durchführung der Risikoanalyse (Gefährdungsanalyse) in Ihrem Unternehmen oder Geschäft und Ableitung von Handlungsmaßnahmen zur Geldwäscheprävention

  • Laufende Schulung der Mitarbeiter zum Geldwäschegesetz, zu Geldwäsche - Typologien und gesetzlichen Veränderungen

  • Beratung bei bevorstehenden Transaktionen

  • Beratung bei der Durchführung der Kundenüberprüfung und Identifizierung (z.B. Ermittlung des wirtschaftlich Berechtigten)

  • Im Verdachtsfall Erstellung einer Verdachtsmeldung

  • Unterstützung bei der Kommunikation mit den Aufsichtsbehörden und Strafverfolgungsbehörden

Für folgende Unternehmen ist ein Geldwäschebeauftragter und ein Stellvertreter verpflichtend:
  • 2

    Finanzdienstleistungsinstitute nach § 1 Abs. 1a KWG

  • 3

    Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute nach § 1 Abs. 2a ZAG

  • 4

    Finanzunternehmen nach § 1 Abs. 3 KWG

  • 5

    Versicherungsunternehmen nach Art. 13 Nr. 1 RL 2009/138/EG

  • 6

    Kapitalverwaltungsgesellschaften nach § 17 Abs. 1KAGB

  • 7

    Veranstalter und Vermittler von Glückspielen

Die jeweils zuständige Behörde kann anordnen (meist durch Allgemeinverfügung), dass folgende Unternehmen bzw. Personen einen Geldwäschebeauftragten zu bestellen haben:

  1. Agenten nach § 1 Abs. 9 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) und E-geld-Agenten im Sinne des § 1 Abs. 10 ZAG,
  2. selbständige Gewerbetreibende, die E-Geld eines Kreditinstituts im Sinne des § 1 Abs. 2 ZAG vertreiben oder rücktauschen,
  3. Versicherungsvermittler im Sinne des § 59 des Versicherungsvertragsgesetzes, soweit sie Lebensversicherungen oder Dienstleistungen mit Anlagezweck vermitteln, mit Ausnahme der gemäß § 34d Abs. 3 oder Abs. 4 der Gewerbeordnung tätigen Versicherungsvermittler, und im Inland gelegene Niederlassungen entsprechender Versicherungsvermittler mit Sitz im Ausland,
  4. Rechtsanwälte, Kammerrechtsbeistände und Patentanwälte sowie Notare, wenn sie für ihren Mandanten an der Planung oder Durchführung von folgenden Geschäften mitwirken:
    a) Kauf und Verkauf von Immobilien oder Gewerbebetrieben,
    b) Verwaltung von Geld, Wertpapieren oder sonstigen Vermögenswerten,
    c) Eröffnung oder Verwaltung von Bank-, Spar- oder Wertpapierkonten,
    d) Beschaffung der zur Gründung, zum Betrieb oder zur Verwaltung von Gesellschaften erforderlichen Mittel,
    e) Gründung, Betrieb oder Verwaltung von Treuhandgesellschaften, Gesellschaften oder ähnlichen Strukturen,
    oder wenn sie im Namen und auf Rechnung des Mandanten Finanz- oder Immobilientransaktionen durchführen,
  5. Rechtsbeistände und registrierte Personen nach § 10 RDG
  6. Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchführer, Steuerberater und Steuerbevollmächtigte
  7. Dienstleister für Gesellschaften und Treuhandvermögen oder Treuhänder, die nicht den unter Nummer 4 oder Nummer 6 genannten Berufen angehören, wenn sie für Dritte eine der folgenden Dienstleistungen erbringen:
    a) Gründung einer juristischen Person oder Personengesellschaft,
    b) Ausübung der Leitungs- oder Geschäftsführungsfunktion einer juristischen Person oder einer Personengesellschaft, der Funktion eines Gesellschafters einer Personengesellschaft oder einer vergleichbaren Funktion,
    c) Bereitstellung eines Sitzes, einer Geschäfts-, Verwaltungs- oder Postadresse und anderer damit zusammenhängender Dienstleistungen für eine juristische Person, eine Personengesellschaft oder eine Rechtsgestaltung im Sinne von § 3 Abs. 3 GwG,
    d) Ausübung der Funktion eines Treuhänders für eine Rechtsgestaltung im Sinne von § 3 Abs. 3 GwG,
    e) Ausübung der Funktion eines nominellen Anteilseigners für eine andere Person, bei der es sich nicht um eine auf einem organisierten Markt notierte Gesellschaft im Sinne des § 2 Abs. 5 des Wertpapierhandelsgesetzes handelt, die dem Gemeinschaftsrecht entsprechenden Transparenzanforderungen im Hinblick auf Stimmrechtsanteile oder gleichwertigen internationalen Standards unterliegt,
    f) Schaffung der Möglichkeit für eine andere Person, die in den Buchstaben b, d und e genannten Funktionen auszuüben,
  8. Immobilienmakler,
  9. Güterhändler [siehe auch: Landesregelungen für Güterhändler]

 

© 2019 Rechtsanwalt Boltze, Geldwäschebeauftragter (TÜV)

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