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United KingdomSchlupfloch für reiche Russen?
22.02.2022 – Nicht nur Deutschland gilt als Paradies für Geldwäsche, auch andere Länder haben Probleme bei einer effizienten Umsetzung. Das zeigt eine schon länger geführte Diskussion in Großbritannien.

Dass Großbritannien auch ein beliebtes Ziel für Geldwäscher ist, zeigten nahezu alle unlängst veröffentlichten Beiträge wie z.B. die Pandora-Papers. Dabei ähneln die Probleme denen in Deutschland in manchen Punkten, allerdings gibt es eine Besonderheit, die offensichtlich Lösungsansätze erschwert. 

Insbesondere russische Staatsbürger haben durch Investments in britische Immobilien und Firmen in den letzten Jahren erfolgreich Gelder gewaschen – das belegen nicht zuletzt deutliche Warnungen aus den USA, dass z.B. Ukraine-Sanktionen unwirksam bleiben würden, weil Oligarchen aus dem Umfeld von Russlands Präsidenten Putin längst erfolgreich in Londoner Immobilien investiert hätten. Auch die oppositionelle Labour-Partei ätzt: „London ist das Ziel der Wahl für alle Kleptokraten, hier gibt es Firmen, die korrupten Eliten helfen, ihr unrechtmäßig erworbenes Vermögen zu verstecken“ – so der außenpolitische Sprecher David Lammy. 

Die Forderung nach strengeren Gesetzen, verstärkter Transparenz und einer Stärkung der Ermittlungsbehörden sind nicht neu. Und eigentlich besteht seit 2018 ein parteiübergreifender Konsens, solche Maßnahmen zu verabschieden. Dies lag wesentlich daran, dass der Brexit die politischen Kräfte für einige Zeit gebunden hat. Aber es hat auch den Anschein, dass die Konservative Partei zusätzlich ein ganz eigenes Problem mit der Umsetzung hat, denn sie soll in den letzten 10 Jahren fast 6 Mio. Euro an Spenden von russischen Geschäftsleuten bekommen haben. 

Ein Transparenzregister wie in Deutschland gibt es in Großbritannien auch, allerdings ist die Qualität der Eintragungen laut Experten sehr mangelhaft. Deshalb fordern Experten eine Stärkung der National Crime Agency als Ermittlungsbehörde sowie ein zusätzliches Register für Überseefirmen – letztere wurden in den Pandora-Papers als häufig genutztes Mittel zur Verschleierung illegaler Geldflüsse entlarvt. 


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© 2022 Rechtsanwalt Boltze, zert. Geldwäschebeauftragter (TÜV)
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