+49 (0) 721 98 96 380
info@geldwaeschebeauftragter.com
Glücksspiel, Sportwetten, Lotterie
Bremen als Vorreiter – Kampf gegen Geldwäsche in Wettbüros
09.08.2022 – Der Innensenator von Bremen hat von allen im Land tätigen Sportwettenanbietern einen Nachweis verlangt, woher die ca. 120.000 Euro stammen, die es an Eigenkapital braucht, um ein Wettbüro zu eröffnen.

Nachdem die Initiative zur Einstufung von Profi-Sportvereinen als Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz (wir berichteten) leider wiederum gescheitert ist, holt das Bundesland Bremen zum nächsten Schritt aus und überprüft alle Anbieter von Sportwetten. Getragen von der Einschätzung in der Nationalen Risikoanalyse, dass dem Glücksspielsektor ein hohes Geldwäscherisiko anhaftet, wurden die Betreiber bereits Ende letzten Jahres angeschrieben.  

Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) hat laut Aussage seines Präsidenten im Weser-Kurier den Betreibern die „vorübergehende und vorsorgliche“ Schließung empfohlen, um sich nicht strafbar zu machen. Denn die eingereichten Unterlagen wurden bis jetzt nur bei einem Anbieter für ausreichend befunden, sodass ihm der Weiterbetrieb gestattet wurde. Andere Betreiber beklagen, dass sie auf Rückfragen zu der von der Behörde versandten Anfrage keine Antwort bekommen und trotz vermeintlich vollständig eingereichter Unterlagen eine Ablehnung erhalten hätten. Möglich ist dies, weil in Bremen im Glücksspielgesetz ein Paragraph verankert ist, der die Erteilung einer Erlaubnis zum Betreib von Glücksspielen an den Nachweis der rechtmäßigen Herkunft der (…) erforderlichen Mittel bindet (§ 3 Abs. 1 Ziffer 4).  

Ob das Bremer Beispiel in anderen Bundesländern Schule macht, wird sich wohl erst nach einer gerichtlichen Klärung entscheiden, denn der Sportwettenverband will Klage einreichen – er hält das Vorgehen des Innensenators für unangemessen angesichts dessen, dass Anbieter (wie z.B. Tipwin, Tipico, B-win und andere) ihre Veranstalter „auf Herz und Nieren prüfen würden“.  Daran bestehen allerdings offensichtlich Zweifel, die die auffällig häufig auf Malta ansässigen Anbieter bislang nicht entkräften konnten. Denn bei den eingereichten Unterlagen fehlte das aus Sicht der Aufsicht Wichtigste – der Nachweis, woher die Mittel stammten, um den Betrieb zu eröffnen. Und da die Nationale Risikoanalyse betont, dass „Geldwäscheaktivitäten nicht nur unter Nutzung legaler Spielangebote, sondern regelmäßig auch als Investition in den Sektor selbst“ erfolgten, sieht sich der Innensenator auf Klagen vorbereitet. 


Unsere Leistungen
Wir beraten bei:
  • Erstellung unternehmensspezifischer Risikoanalysen
  • Entwicklung und Implementierung interner Sicherungsmaßnahmen

  • Prüfung von Verdachtsfällen und Erstellung von Verdachtsmeldungen

  • Kommunikation mit Behörden
Wir bieten:
  • AML-Audit: Überprüfung bestehender Risikomanagementsysteme

  • Mitarbeiterschulungen (Inhouse) zur Geldwäscheprävention

  • Seminare / Workshops / Vorträge

Rufen Sie uns kostenlos und unverbindlich an:

+49 (0) 721 98 96 380


Oder nutzen Sie unseren Rückrufservice:

Den Überblick behalten:

Synopse Geldwäschegesetz
2017 – 2020
Synopse Geldwäschegesetz
2020 – 2021
Abkürzungsverzeichnis
04/2022

© 2022 Rechtsanwalt Boltze, zert. Geldwäschebeauftragter (TÜV)
zert. Compliance Officer & zert. Compliance Auditor (TÜV)

Rückruf anfordern

Kostenfrei und unverbindlich
Rückrufzeit